Naturpark Pfälzerwald, Pfälzer Wald, Pfalz, Wasgau Drucken E-Mail
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Naturpark Pfälzerwald, Pfälzer Wald, Pfalz, Wasgau
Geologie
Sehenswürdigkeiten

Naturpark Pfälzerwald

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Bild 1: Teufelstisch
 

Die Mittelgebirgslandschaft Pfälzerwald (so die amtliche Schreibweise, häufig auch Pfälzer Wald) im Bundesland Rheinland-Pfalz ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands sowie eine der größten zusammenhängenden europäischen Waldflächen. Seine Ausdehnung beträgt 177.100 Hektar (= 1771 km²); damit nimmt er ein gutes Drittel der gesamten Pfalz ein, deren zentrale Landschaft er darstellt und von der er seinen Namen hat.

Der etwas größere Naturpark Pfälzerwald umfasst zusätzlich zum zentralen Mittelgebirge den Landstrich zwischen Haardtrand und Deutscher Weinstraße (im Osten) sowie die Täler von Eisbach und Eckbach (im Nordosten).

Geschichte

Begriff

Die älteren Bezeichnungen, die auch für den späteren Pfälzerwald verwendet wurden, „Vogesen“ (franz. Vosges) und „Wasgau“ (im Mittelalter Wasigenwald), gehen auf denselben lateinischen Ursprung zurück, nämlich Vosegus (mons). Der eigenständige Begriff Pfälzerwald wurde erst 1843 in Johanniskreuz von Forstleuten geprägt, die damit die Wälder auf dem Buntsandsteingebiet der Pfalz bezeichneten.

Naturpark

Der Naturpark Pfälzerwald wurde 1958 als dritter Nationalpark in Deutschland geschaffen. Gemäß den Forderungen des Urhebers der Naturparkidee, Alfred Toepfer, sollte der Pfälzerwald ein Erholungs- und Bewegungsraum für gestresste Sitzmenschen aus den damals stark unter Luftverschmutzung leidenden Städten der Rheinebene werden. In dem Ausbauprogramm waren 95 Parkplätze, 13 Zeltplätze, sieben Aussichtstürme und fünf Freibäder vorgesehen.

Tatsächlich wurden in den ersten sieben Jahren 62 Waldparkplätze angelegt sowie 530 Sitzbänke und 530 Papierkörbe aufgestellt. 370 km Wanderwege wurden ausgebaut oder neu angelegt und darauf 45 Rundwege markiert. Die Geschäftsführung für den Naturpark übernahm der Pfälzerwald-Verein (PWV). Die ebenfalls errichteten 20 offenen Schutzhütten in Blockhausbauweise nannte man nach dem damaligen Geschäftsführer des Pfälzerwald-Vereins, Ludwig Fischer, Fischer-Hütten.

Mitte der 1960er Jahre kam man im PWV zu dem Schluss, dass die Arbeit nicht mehr von ehrenamtlich Tätigen erledigt werden könne, und gab die Geschäftsführung des Naturparks an die Bezirksregierung Pfalz ab. Bis 1974 wurden umgerechnet 3,7 Mio. Euro für die Verbesserung der Erholungsmöglichkeiten ausgegeben.

Um 1975 betrachtete man den Erholungsausbau als abgeschlossen und rückte die Pflege von Biotopen und der Landschaft in den Mittelpunkt. Zunehmend wollte man auch die in Kriegs-, Reparations- und Krisenzeiten an vielen Stellen entstandenen Nadelwald-Monokulturen durch einen artenreichen, standortgerechten Mischwald zu ersetzen.

Der Naturpark Pfälzerwald wurde 1992 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt.

Biosphärenreservat

1998 wurde der Pfälzerwald deutscher Teil des ersten grenzüberschreitenden Biosphärenreservates der UNESCO, nämlich des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Vosges du Nord. Er war damit das 12. von (Stand: 2005) 14 deutschen Biosphärenreservaten. Bei diesen handelt es sich um Flächen, denen eine besondere Bedeutung für den globalen Erhalt der biologischen Vielfalt zukommt.

Struktur

Grenzen

Karte Pfälzerwald
Bild 2: Karte Pfälzerwald
Nördlich schließt sich an den Pfälzerwald das Nordpfälzer Bergland mit dem Donnersberg (687 m) an. Die morphologische Südgrenze verläuft eigentlich nicht genau auf der deutsch-französischen Grenze, sondern etwas südlich davon in den elsässischen Nordvogesen, doch für die Flächenangabe wird die politische Grenze zugrunde gelegt.

Der Ostrand des Pfälzerwaldes in Richtung Rheinebene wird als Haardt, das zwischen Haardt und Ebene liegende Hügelland, wo die Pfälzer Weine angebaut werden, als Weinstraße bezeichnet. Inmitten der Region Weinstraße verläuft die Deutsche Weinstraße.

Westlich von Kaiserslautern beginnt die schmale Moorniederung des Landstuhler Bruchs, an die sich nach Süden zu die Südwestpfälzische Hochfläche anschließt, die westlich einer Linie Kaiserslautern–Pirmasens an den Pfälzerwald grenzt.

Gliederung

Der Pfälzerwald gliedert sich in drei Landschaftsteile:
  • den nördlichen Pfälzerwald, begrenzt im Norden durch das Nordpfälzer Bergland und nach Süden bis zur Linie Kaiserslautern–Bad Dürkheim reichend. Nennenswerte Teilbereiche sind der Diemersteiner Wald zwischen Hochspeyer, Enkenbach-Alsenborn und Carlsberg (Pfalz), der Stumpfwald zwischen Ramsen und Enkenbach-Alsenborn sowie der westliche Teil des Leiningerlandes.
  • den mittleren Pfälzerwald, von der Isenach und der Linie Kaiserslautern–Bad Dürkheim bis zur Queich und der Linie Pirmasens–Landau reichend. Nordöstlich von Pirmasens befindet sich hierbei das Gräfensteiner Land, das fast deckungsgleich mit der Verbandsgemeinde Rodalben ist, nördlich davon das so genannte Pfälzische Holzland zwischen dem Schwarzbach und seinem Nebenfluss Moosalb. Zwischen Gräfensteiner Land, Holzland, dem Hochspeyerbach und der Haardt erstreckt sich die so genannte Frankenweide.
  • den südlichen Pfälzerwald, den so genannten Wasgau, der von der Queich und der Linie Pirmasens–Landau bis zur französischen Grenze im Süden reicht. Markantester Teilbereich des Wasgaus ist das Dahner Felsenland in der Umgebung der namensgebenden Stadt. Östlich davon schließt sich der Obere Mundatwald an.

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